Wir testen die Mercedes A-Klasse – oder: das „Wenn-dann-Auto“

Mercedes-Benz war heuer zum dritten Mail Sponsor der MQ Vienna Fashion Week . Aber was haben Autos und Mode miteinander zu tun? Warum sponsert ein Autohersteller Fashion Weeks?

Ist es die Leidenschaft für Stil? Für gutes Design? Die Begeisterung für Eleganz?

All das trifft – oder sollte 🙂 – auf Mode und Autos zutreffen. Beides wird manchmal nach rationalen Kriterien gekauft, meist spielt aber Emotion eine große Rolle.

wirtestendieaklasse
Wir testen die Mercedes A-Klasse

Von A zu A

Schon seit die „neue“ A-Klasse 2012/2013 auf den Markt gekommen ist, war ich vom Design begeistert. Zu gut konnte ich mich an meinen Mercedes A170 erinnern, der ja noch ganz anders ausgesehen hat. Ich habe das Auto geliebt – einen Parkplatz zu finden, war ein Kinderspiel und die erhöhte Sitzposition trotz der geringen Größe war wirklich fein. Irgendwann hieß es dann aber Abschied nehmen und mein Silberpfeil wurde nach Bulgarien verkauft.

Zurück zur neuen – oder sagen wir besser: aktuellen Mercedes A-Klasse! Diese hat mit der vorherigen rein gar nichts mehr zu tun. Statt des Mini-Van-Looks mit Sandwichboden ist sie plötzlich sportlich, flach, kompakt, schnittig. Irgendwie hat man auch für die A-Klasse Design entdeckt. Ich gebe es zu: Ich fand das Auto vom ersten Blick an einfach nur toll!

Wir testen die Mercedes A-Klasse

Lange hat es gedauert, jetzt endlich hat sich die Gelegenheit ergeben, einen Mercedes A zu testen.

Gleich vorweg: Nein, wir planen keinen Autokauf.
Ebenfalls vorweg: Nein, es ist definitiv kein Familienauto!
ABER: Das soll es auch gar nicht sein! Der Mercedes A ist einfach schön, sportlich und macht Spaß.

Ich bekam eine Automatik-Version zur Verfügung gestellt. An sich kein Problem, bin ich ja in der Vergangenheit schon viele viele Kilometer ohne Schalten gefahren. Beim A wurde ich aber vor eine neue Herausforderung gestellt: Schlüssel angesteckt, umgedreht (ja, die Variante hatte kein Keyless-Go) und …. der Blick und Griff zum Schalt- bzw. Wahlhebel. Doch in diesem Auto gibt es so etwas nicht. Kein Schalt- oder Wählhebel.

innenraum
Stylisher Innenraum – aber wo ist der Schalthebel?

Dann doch recht rasch habe ich die Lösung, also den Wahlhebel, gefunden – der ist nämlich genau gegenüber vom Blinker.

Nächster gewohnter Handgriff: Nackenstütze, die mir etwas zu hoch vorgekommen ist, verstellen. Denkste! Man sitzt in richtig coolen Sportsitzen bzw. Schalensitzen, bei denen die Nackenstütze integriert und somit nicht verstellbar ist. Diese ist ziemlich stark nach vorne geneigt, was vielleicht nicht für jede Körpergröße gleich gut geeignet ist.

Dann beginnt aber schon der Fahrspaß! Man fühlt sich – obwohl das Auto ja nur kompakte 4,30m lang ist, wie in einem großen Auto. Der Innenraum wirkt breit und bullig, wie eigentlich das ganze Auto. So macht der Kleine im Vergleich zu anderen Kompaktautos schon richtig was her.

Die Verarbeitung im Innenraum fand ich sehr hochwertig und geschmackvoll. Das Glattleder-Lenkrad will man gar nicht mehr auslassen, so gut fühlt sich das an. Man merkt also schon, dass man in einer gewissen Preisklasse mitspielt – dazu später.

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So klein und doch schon so erwachsen!

Nun ging´s ans Fahren: Zugegeben, ich hätte mir einen spritzigeren Motor erwartet. Das Automatikgetriebe wirkt beim Anfahren etwas träge (wobei ich hier den Fachausdruck nicht kenne), wenn man das aber mal hinter sich hat, muss man nur noch aufpassen, im Ortsgebiet nicht gleich mit 70km/h dahinzufahren, ohne es zu merken. Das geht dann nämlich wirklich gut. Vielleicht lag es an der von uns getesteten Variante mit 80kw (109PS).

Beim Einparken, das ich mit meinem normalerweise genützten Kombi locker hinbekomme, habe ich mich wieder mal schön doof angestellt. Der Mercedes A glänzt mit einer Unübersichtlichkeit nach hinten hinaus, die ihresgleichen sucht. Durch das bullige Design sieht man weder hinten noch seitlich hinten wirklich gut hinaus. Wahrscheinlich gibt es deshalb die Rückfahrkamera, was ja bei so einem kleinen Auto eigentlich ein Witz ist. Egal – das muss man drei Mal machen, dann klappt auch das.

Das Platzangebot ist … naja… sagen wir mal … überschaubar. Vorne sitzt man absolut bequem, auch große Beifahrer finden gut Platz, wenn sie den Sitz nach hinten schieben. In der zweiten Reihe geht dann aber nix mehr. Wenn vorne keine allzu großen Personen sitzen, haben zwei Kinder mit ca 1,40m auf der Rückbank gut Platz, sicher auch etwas größere Personen. Aufgrund der doch stark nach unten gezogenen Hecklinie ist aber für Erwachsene hinten bald Schluss. Gut gefallen haben den Kids die Schalensitze, die sich auch bei der Rückbank wiederfinden.

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Ungewohnt kleiner Kofferraum – reicht aber für Schultaschen und Rücksäck

In den Kofferraum bekommt man gut zwei Schulrucksäcke, eine Laptoptasche und ein paar Einkäufe. Für den Alltag völlig ausreichend, viel mehr aber auch schon nicht.

Der Mercedes A ist kein Familienauto. Das soll er auch gar nicht sein!! Er macht einfach wirklich Spaß und man hat ein Kompaktauto, das sich hinter Mittel- oder auch manchen Oberklasse-Autos sicher nicht verstecken muss.

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Unsere Wunsch-Konfiguration: A 200D mit 136PS und ein wenig Sonderausstattung

Damit sind wir auch schon beim Preis. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und mir online ein nettes Modell konfiguriert. Nicht übermotorisiert, kein Schnickschnack, sehr wohl aber Sitzheizung, Keyless go, Regensensor und hübsche Felgen. Dieses Modell würde uns  knapp EUR 39.000,– kosten. Das ist dann doch recht happig – selbst für einen Mercedes.

Unser Fazit

Unser Fazit nach den paar Tagen Mercedes A: „Wenn – dann“. 

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn wir maximal zu zweit auf Urlaub fahren, wenn wir keine Mountainbikes oder Klettersachen transportieren, wenn der Preis kein Kriterium ist, wenn ich Spaß haben möchte, wenn ich mir etwas gönne möchte, …. dann ist der Mercedes A die richtige Wahl!

 

 

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